Linux-VServer unter Debian Wheezy

Debian GNU/Linux enthält bis einschließlich Version 6 (Squeeze) den Kernel mit Patch für Linux-VServer und die dazugehörigen Utilities. Ab Debian 7 (Wheezy) ist der gepatchte Kernel entfallen. Um dennoch Container-Technologien unter Debian nutzen zu können, gibt es derzeit nur zwei wirkliche Alternativen: den Wechsel auf LXC oder den Zugriff auf Paketquellen von Drittanbietern, die Linux-VServer für Debian bereit stellen.

Linux Containers (LXC)

LXC ist Bestandteil des offiziellen Linux-Kernels und damit zukunftssicher. Es befindet sich allerdings noch in Entwicklung. Die Kernel-Funktionalität gilt als ausgereift; die User-Space Utilities jedoch weniger. Zudem fehlt LXC die einfache Netzwerkanbindung der Container, wie sie in Linux-VServer vorhanden ist.

Wer sich mit LXC beschäftigen möchte, findet hier die Folien meines Vortrags im Linux Workshop Köln sowie eine Linkliste zu LXC.

Debian Repository auf psand.net

Wenn man Linux-VServer unter Debian weiter betreiben möchte und nicht den Kernel selber patchen will, kann man vorcompilierte Pakete verwenden. Unter http://repo.psand.net/ werden vorcompilierte Kernel für Squeeze/Wheezy und verschiedene Versionen von Linux-VServer angeboten. Nähere Infos dazu gibt es hier. Die Einbindung erfolgt über einen Eintrag in der sources.list:

# /etc/apt/sources.list.d/psand.net

deb http://repo.psand.net/ wheezy main

Die Pakete tragen alle den String beng im Namen.

Weitere Alternativen

Die FAQ von Linux-VServer.org listet eine Reihe von Paketquellen für Debian, die allerdings teilweise nicht mehr aktuell sind.

Eine weitere Container-Technologie ist OpenVZ. Diese ist jedoch ebenfalls in Debian 7 nicht mehr enthalten.